Am 26. November 2025 unternahm der Jahrgang 10 eine Exkursion, bei der wir an einer Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück teilgenommen haben. Der Rundgang war sehr spannend, eindrucksvoll und gleichzeitig sehr bedrückend, da wir die grausame Realität der damaligen Zeit in verschiedenen Gruppen kennenlernen durften.
Die Führung durch das ehemalige Lager begann für eine Gruppe bei den SS-Häusern. Dort erklärte uns die Guide, dass die SS-Angehörigen, welche das Lager leiteten und bewachten, dort lebten und wie sie lebten. In diesen Häusern wohnten die Leute, die für die Durchführung und Organisation der täglichen Gewalt verantwortlich waren. Von Anfang an wurde der Unterschied zwischen den vergleichsweise angenehmen und komfortablen Wohnbedingungen der SS-Angehörigen und der schlimmen und unmenschlichen Lebensbedingungen der Häftlinge deutlich.
Anschließend gingen wir zu einem riesigem Schotterfeld, wo die Häftlinge zu der Zeit schrecklich gequält worden waren. Wir erfuhren viele Dinge über den Alltag und das Leben dieser Menschen. Die Guide erzählte uns, dass die Baracken völlig überfüllt waren. So überfüllt, dass oft viele Frauen zusammen auf einer Holzpritsche schlafen mussten. Zudem gab es einen starken Mangel an Hygiene, da es kaum Wasser und viel zu wenig Platz gab. In diesem Lager starben unzählige Menschen, da sie kaum Nahrung bekamen. Dünne Suppen, oft mit sehr wenigen Zutaten und etwas Brot. Bei diesem Arbeitsalltag, war es meist zu wenig, um zu überleben.
Es war sehr erschütternd zu sehen, wie diese Menschen leben und auch sterben mussten. Danach wurden wir zum Bunker, dem damaligen Lagergefängnis geführt. Die engen Zellen, die wir dort zu sehen bekamen, waren sehr düster und brachten sofort ein erdrückendes Gefühl. Hier wurden Frauen eingesperrt, misshandelt, unterdrückt, isoliert und sogar hingerichtet. Die Guide erklärte, dass viele Strafen zufällig waren und die psychische Belastung sehr stark war.
Am Ende gingen wir noch zu den Krematoriumsöfen. Dieser Teil der Führung war besonders schlimm und erdrückend, da er sehr genau zeigte, wie brutal die Menschen im Lager ermordet und gedemütigt wurden. Die Öfen dienten dazu, die Leichen der an Hunger, Gewalt, Krankheiten oder Hinrichtungen verstorbenen Menschen zu verbrennen.
Nach der Führung hatte wir noch Zeit, um ein paar Aufgaben zu dem ehemaligen Konzentrationslager eigenständig zu bearbeiten.
Der Wandertag in Ravensbrück hat uns sehr berührt. Wir haben gesehen, unter welchen grausamen Bedingungen die Häftlinge dort leben mussten und wie sie behandelt wurden. Es war sehr düster und erdrückend aber gleichzeitig ist dieser Ort sehr wichtig, um die Realität von früher nicht zu vergessen.
(Charlotte, Klasse 10)



