Das TechLab ist die Weiterentwicklung unserer bisherigen Amateurfunk-AG und richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die Technik nicht nur nutzen, sondern verstehen und selbst gestalten wollen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Amateurfunk öffnen wir den Blick bewusst für weitere spannende Themenfelder wie Programmierung, Elektronik, Selbstbauprojekte und Umwelttechnik.
Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin der Amateurfunk: Als praxisnaher Zugang zur Funktechnik ermöglicht er weltweite Kommunikation ohne Internet, vermittelt technisches Grundlagenwissen und zeigt eindrucksvoll, wie vernetzte Systeme funktionieren. Gleichzeitig dient er im TechLab als Ausgangspunkt für viele weiterführende Projekte.
Im TechLab wird ausprobiert, gebaut und entwickelt: Von eigenen elektronischen Schaltungen über das Löten und den Bau von Antennen bis hin zur Programmierung kleiner Anwendungen oder Mikrocontroller. Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle – beispielsweise durch den Bau und Einsatz eigener Sensoren zur Messung von Umweltdaten oder durch nachhaltige Technikprojekte.

Typische Inhalte im TechLab sind unter anderem:
- Amateurfunk und weltweite Kommunikation – auch ohne Internet
- Grundlagen der Elektronik und Hochfrequenztechnik
- Löten und Eigenbauprojekte
- Programmierung, zum Beispiel mit Mikrocontrollern wie Arduino oder Raspberry Pi
- Messen, Auswerten und Verstehen von Umweltdaten
- Technik zum Anfassen und Mitmachen
Ein besonderer Fokus liegt auf dem praktischen Arbeiten: Theorie wird direkt in Projekten umgesetzt. So entstehen greifbare Ergebnisse und ein nachhaltiges Verständnis für technische Zusammenhänge.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend sind Neugier, Interesse an Technik und die Bereitschaft, Dinge selbst auszuprobieren.
Das TechLab verbindet klassische Funktechnik mit moderner digitaler Entwicklung und schafft damit einen vielseitigen Zugang zur MINT-Bildung an unserer Schule.
Treffpunkt: jeden Dienstag, 13:40 – 15:15 Uhr, Raum A212
Technik zum Anfassen: Selbstgebauter 50-Ohm-Abschlusswiderstand in der Amateurfunk-AG
In der Amateurfunk-AG unserer Schule wurde ein 50-Ohm-Abschlusswiderstand fachgerecht selbst gefertigt und verlötet.
Dieses unscheinbare Bauteil spielt in der Hochfrequenztechnik eine zentrale Rolle. Koaxialkabel, wie sie im Amateurfunk verwendet werden, besitzen eine sogenannte charakteristische Impedanz von 50 Ohm. Damit Funksignale verlustarm übertragen werden können, muss eine angeschlossene Leitung exakt mit diesem Wert abgeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, entstehen Signalreflexionen. Diese führen zu Leistungsverlusten, Störungen und im Extremfall zu Schäden an der Sendeeinheit. Ein Abschlusswiderstand stellt sicher, dass die übertragene Energie vollständig aufgenommen wird. Er wird beispielsweise für Messzwecke, zum Testen von Geräten oder zum sicheren Abschluss ungenutzter Anschlüsse eingesetzt.
Der Eigenbau eines solchen Bauteils vermittelt den Schülerinnen und Schülern praxisnahes Verständnis für elektrische Grundlagen, Hochfrequenztechnik und sorgfältiges Arbeiten im Bereich Elektronik – ein gelungenes Beispiel für angewandte MINT-Bildung an unserer Schule.

