Im Stil der Goldenen Zwanziger
Im Ästhetikprojekt vom 30. März bis 3. April 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 die Möglichkeit in verschiedenen künstlerischen Bereichen wie Aquarell, Acryl, Fotografie, Tanz, Ton und Objektkunst die goldenen 20er Jahre wieder aufleben zu lassen. Dabei stand vor allem im Vordergrund, ohne Leistungsdruck und feste Erwartungen die eigene Kreativität frei zu entfalten.
An dem Projekt waren insgesamt sieben Künstlerinnen und Künstler beteiligt.
Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld Wünsche äußern konnten, welcher Gruppe sie gerne zugeteilt werden möchten.
Wir haben die Schüler, Lehrer und Künstler der jeweiligen Gruppen interviewt. Die wichtigsten Aussagen haben wir in kurzen Texten zusammengefasst und stellen sie im Folgenden vor:
„Die Goldenen Zwanziger in Aquarell“
Die Schülerinnen und Schüler zeichneten Aquarelle im Stil der goldenen 20er Jahre.
Sie lernten u.a. wie man Aquarellfarben richtig verwendet wie man Nass und Trocken zeichnet. Als Motive dienten die typischen Muster der 20er Jahre (Art Deco, geometrische Formen und Ornamente). Sie betrachteten die Mode der damaligen Zeit, führten Exkursionen durch, um die Bewegung und Stimmung im Stadtraum zu beobachten und setzten ihre Ideen in eigenen Aquarellen um. Besonders gefallen hat ihnen, dass sie kreativ arbeiten konnten.
Begleitet wurde dieser Workshop vom Künstler Frank Toussaint. Er arbeitet in seiner Freizeit im Schlossgut an verschiedenen Kunstprojekten.
Er sagte in unserem Interview, dass es ihm viel Spaß gemacht hat, wieder mitmachen zu können.



„Alles in Acryl“
Dieser Workshop gliederte sich in zwei Teile.
Zum einen wurden mit der Künstlerin Manuela Leo in ihrem Projekt „Pappe la Papp“ einzigartige Kunstwerke aus Karton mit Acrylfarben, alten Zeitschriften und Deko geschaffen. Dabei stand die Frage im Raum: „Was passiert, wenn Dadaismus, Collagen, Karton und Humor auf die wilden 20er treffen?



Im zweiten Teil des Workshops unternahmen die Schülerinnen und Schüler eine kreative Zeitreise, um das Thema der Maskerade in den 1920er Jahren künstlerisch zu erkunden.
Im Anschluss daran gestalteten sie ihre eigene Maske, Dabei ging es nicht nur um Schönheit, sondern auch darum, Imperfektion, Skurrilität und Dunkelheit zuzulassen. Hilfestellung und gute Ratschläge bekamen sie dabei von der Künstlerin Franka Höhne.



„Fotografie – GOLD IS BOLD“
Wie sah die Welt der 1920er Jahre durch die Linse einer Kamera aus?
In diesem Workshop begaben sich die Schüler/innen auf eine kreative Zeitreise und entdeckten zusammen mit der Workshopleiterin Julia Autz die Kultur, Mode und Fotografie dieser faszinierenden Epoche.
Mit der Kamera in der Hand experimentierten sie mit Porträts, Inszenierungen und eigenen Bildideen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur fotografische Techniken kennen, sondern setzten sich auch mit den historischen Hintergründen auseinander.



„TikTok meets Charleston“
Hier beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Tanzen des Charlestons“ Zunächst ging es darum, was sie bereits kennen, etwa durch Plattformen wie TikTok. Anschließend lernten sie, wie man den Charleston tanzt, insbesondere die Grundschritte sowie die typische Kleidung aus dieser Zeit.
Besonders gut gefallen hat ihnen, gemeinsam zu tanzen und die Bewegungen auszuprobieren. Dabei wurden auch verschiedene Accessoires verwendet, die den Tanz und die Epoche anschaulicher machten.
Geleitet wurde dieser Workshop von Bahar Meric.
„Töpferkunst der Goldenen Zwanziger“
Diese Gruppe arbeitete und beschäftigte sich mit der Herstellung von Gegenständen aus den 20er Jahren. Dabei setzten sie verschiedene Ideen kreativ mit Ton um.
Unterstützt wurden sie dabei auch von dem Künstler Marcel Leißner, der ihnen geholfen und Tipps gegeben hat.
Während des Workshops stellten sie unterschiedliche Objekte her, die an die Formen und Stile dieser Zeit angelehnt waren. Gleichzeitig hatten sie die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie man richtig mit Ton umgeht und verschiedene Töpfertechniken anwendet. Dazu gehörten unter anderem das Formen, Modellieren und Gestalten von Keramikgegenständen.
Besonders gut fanden sie, dass sie selbst entscheiden konnten, was sie gestalten möchten. Diese Freiheit machte das Arbeiten abwechslungsreich und spannend.
Verwendet wurden unterschiedliche Materialien und Werkzeuge, darunter Töpferwerkzeuge sowie Ton in den Farben Braun und Weiß.



„Die Goldenen 20er als gestapelte Objektskulptur“
In diesem Workshop über Objektkunst wurden aus Fundstücken, Alltagsgegenständen und Symbolen eigene Kunstwerke erstellt.
Die wichtigste Technik war dabei das Stapeln. Jede Schicht hatte eine eigene Bedeutung, und das gesamte Kunstwerk sollte die Idee erzählen, wie die Schüler die Goldenen Zwanziger sehen. Dabei konnten sie auch erleben, wie Künstler arbeiten. Die Schüler planten, probierten und veränderten ihre Werke immer wieder.
Verwendet wurden Materialien wie Holz, Nägel, Schrauben, Klebstoff, Metall und verschiedene Objekte. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von der Künstlerin Heidemarie Kasanowki.



Am Ende der Woche präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse.

Insgesamt war das Projekt eine kreative und lehrreiche Erfahrung, bei dem jeder Einzelne seine Fähigkeiten und Ideen miteinander verbinden konnte.
Die entstandenen Arbeiten werden ab dem 30.05.2026 in der Orangerie präsentiert. Man darf also gespannt sein.